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Feuerwehr: einst und jetzt ....

Obwohl es Anfang der dreißiger Jahre in der eigenständigen Gemeinde Stuckenborstel bereits eine ”Pflichtfeuerwehr” gab, fanden sich im Jahre 1936 noch zusätzlich 19 Männer zusammen, die weiterhin freiwillig bereit waren, das Hab und Gut ihrer Mitmenschen innerhalb des Dorfes zu schützen. Dies geht aus dem nachfolgenden Protokoll der Gründungsversammlung, welches  noch in altdeutscher Schrift geschrieben und vom Bürgermeister J. Köhnken beglaubigt wurde, hervor.

 

Am 16. November 1936 unterzeichneten 19 Gründungsmitglieder ihren

Beitritt zu der zu gründenden "Freiwilligen Feuerwehr", deren Satzung zunächst das Gesetz über das Feuerlöschwesen vom 15. Dezember 1933 bildete.

 

Abschrift der Gründungsurkunde

 

Stuckenborstel, den 16. November 1936

 

Betr.: Gründung einer ”Freiwilligen Feuerwehr”

 

Die Gemeinde Stuckenborstel beabsichtigt eine freiwillige Feuerwehr zu gründen.

Die unterzeichneten Gemeindemitglieder erklären durch Namensunterschrift ihren Beitritt zu der neu zu gründenden ”Freiwilligen Feuerwehr”.

 

Friedrich Cordes, Nr. 10             

Johann Sackmann Nr. 23

Johann Wahlers

Wilhelm Buthmann

Fritz Bahrenburg 

Ludwig Zimmermann

Joh. Buthmann

Heinrich Röhrs

Willi Könsen

Heinr. Lindes

Dietrich Lindes
Heinrich Schloo

Hinrich Röhrs

Hinrich Köhnken

Johann Böhrs

Hinrich Grimm

Karl-Heinz Buthmann
Brünne Freitag

Hinrich Böhrs

 

Die vorstehenden eigenhändigen Unterschriften werden unter Beidrückung des Dienstsiegels beglaubigt.

 

Stuckenborstel, den 19. November 1936        

Der Bürgermeister  J. Köhnken

 

 

 

Es galt der Wahlspruch              - Einer für Alle, Alle für Einen –

 

In diesem Sinne wurde auf der Gründungsversammlung am 16. November 1936 der Grundstein zu einer bis heute leistungsstarken Freiwilligen Feuerwehr gelegt.

 

In der Satzung der damaligen Freiwilligen Feuerwehr ist zu lesen:

 

Der Verein ”Freiwillige Feuerwehr Stuckenborstel” hat den Zweck, im Rahmen des Gesetzes über das Feuerlöschwesen vom 15. Dezember 1933 die Gefahren abzuwehren, die der Allgemeinheit oder dem Einzelnen durch Schadenfeuer drohen. Hierzu sind gesunde, kräftige und gewandte Männer, die den Anforderungen des Dienstes in der Wehr genügen, einen guten Ruf und das 18. Lebensjahr vollendet haben, aufzunehmen. Die Bewerber müssen Bürger der Gemeinde Stuckenborstel sein. Die Mitglieder der Wehr sind im Sinne des Staates zu opferwilliger Gefolgschaft, zum mutvollen und unermüdlichen Einsatz ihrer besten Kräfte für das Vaterland und zu treuer Kameradschaft und Pflichterfüllung zu erziehen. Mitglieder der Wehr sind außerdem den Dienstvorschriften entsprechend zu schulen und zu Einheitsfeuerwehrmännern auszubilden. Außerdem sollen sie durch Vorträge und sportliche Übungen an Geist und Körper ertüchtigt werden.

 

Soweit der Auszug aus der Satzung.

 

 

Leider sind aus der ersten damaligen Zeit keine erschöpfenden Unterlagen überliefert, so dass bis zum Jahre 1948 nur einige wenige Unterlagen und Briefe Auskunft über die Freiwillige Feuerwehr Stuckenborstel geben.

Zum ersten Gemeindebrandmeister der Freiwilligen Feuerwehr Stuckenborstel wurde Friedrich Cordes und zu seinem Stellvertreter Johann Sackmann ernannt.

Als Feuerwehrhaus – damals noch Spritzenhaus genannt - wurde ein Gebäude an der Ecke
der heutigen Bundestrasse 75 / Neubauer Heide neben dem Glockenturm gebaut. Dieses Spritzenhaus mußte im Winter noch mit einer Rotlichtlampe geheizt werden.

 

 

Die Freiwillige Feuerwehr  Stuckenborstel hatte im Jahre 1937 eine Stärke von 18 Mann und verfügte u.a. über eine Handdruckspritze mit 150  Metern C-Schlauch.

 

Nach dem Krieg im Jahre 1946 war vom ganzen Feuerwehrgerät nur noch die Handdruckspritze und ca. 90 Meter C-Schlauch in einigermaßen gutem Zustand vorhanden.

Im Jahre 1948 gab es in der Gemeinde Stuckenborstel 343 Einwohner  von denen 40 Feuerwehrmitglieder waren. Eine Motorspritze für die Freiwillige Feuerwehr war zwar beantragt, aber noch nicht geliefert worden.

Ab dem Jahre 1948 wurde das erste Mal ein sogenanntes Protokollbuch für durchgeführte Sitzungen eingerichtet, so dass man von diesem Zeitpunkt an in einer chronologischen Reihenfolge von Ereignissen in der Freiwilligen Feuerwehr berichten kann.

Im Jahre 1950 erhielt die Freiwillige Feuerwehr Stuckenborstel eine neue Motorspritze (Tragkraftspritze) "Magirus". Damit wurde die alte Handdruckspritze abgelöst. Die neue Spritze mußte dann auch bereits am Silvesterabend bei einem Brand in Ottersberg eingesetzt werden. Ausgerückt wurde ab jetzt mit einem Tragkaftspritzenanhänger, gezogen von einem Traktor. Die anstrengende Muskelarbeit der einzelnen Feuerwehrmänner, die die Pumpe von Hand betreiben mußten, viel somit weg. Auch die sogenannten "Hand- und Spanndienste", wonach die Landwirte Pferdegespanne zum Ziehen der Pumpe stellen mußten, entfielen.

 

Die alte Handdruckspitze

 

 

 

 

Im Protokoll der Generalversammlung der Freiwilligen Feuerwehr vom 1.12.1951 ist vermerkt, dass der Brandmeister Friedrich Cordes nach seiner 15-jährigen Amtszeit mit Dank verabschiedet und als neuer Gemeindebrandmeister Hinrich Köhnken ernannt wurde.

Die Wehr hatte seinerzeit 20 aktive und 15 fördernde Mitglieder.

 

Im Jahre 1960 war die Wehr im u.a. Einsatz beim Brand im Jugendheim (Öhlerich In der Heide), auf der Autobahn bei einem Autobrand und bei einem Scheunenbrand bei Kahrs in Sottrum.

 

1961 verabschiedete der Rat der Gemeinde Stuckenborstel eine eigene Satzung für die Wehr.

 

Im Jahre 1962 brannte das Wohn- und Stallgebäude Knobbe (auf dem Platz des heutigen Restaurants Alexis Zorbas) komplett ab. Ein weiterer Brand war in der offenen Scheune bei Stadie - Brettmann entstanden.

 

Zu den bisher jährlich immer wiederkehrend durchgeführten Kameradschaftsabenden der Freiwilligen Feuerwehr Stuckenborstel wurde 1963 zur ersten Male sehr erfolgreich ein Erntefest veranstaltet.

 

1964 gab es einen kleinen Entstehungsbrand in der Brettmann‘schen Mühle, der jedoch sehr schnell gelöscht werden konnte.

Im Jahre 1965 war ein kleiner Grasbrand an der Eisenbahn bei Posten 17 und ein Schornsteinbrand im Hause Rudi Lindes zu bekämpfen.

 

Auf der Jahreshauptversammlung am 19. Januar 1967 trat der langjährige Gemeindebrandmeister Hinrich Köhnken nach 15 Jahren Amtszeit zurück. Er wird zum Ehrenbrandmeister ernannt und zum neuen Gemeindebrandmeister wurde Johann Klee gewählt.

 

Alle notwendigen Investitionen für die Ausrüstung mußte zu dieser Zeit die Gemeinde Stuckenborstel tragen. So wurde z.B. ein VW "Bully" als TSF (T) angeschafft, dessen offizielle Übergabe am 01. Mai 1968 stattfand.

Damit hatte der seit langen Jahren genutzte Feuerwehranhänger als Transportmittel für alles vorhandene Feuerwehrgerät ausgedient, da die Wehr nun endlich ein motorisiertes Fahrzeug im Werte von 6611,-- DM erhielt. Dieses kam bereits am 19.Oktober bei einem Dachstuhlbrand des Hauses Erwin Becker in der Mühlenstraße zum Einsatz.

 

In früheren Zeiten erfolgte die Alarmierung der Wehr durch das Läuten der Glocke am Glockenturm und zwei Feuerhörner. Diese lagerten bei Johann Sackmann und Friedrich Cordes. Im Alarmfall schwangen sich die Kameraden auf das Fahrrad und bliesen aus Leibeskräften ins Horn.

Das Stuckenborsteler Feuerhorn

 

Im Jahre 1969 wurde zur Alarmierung auf dem Schulhaus in Stuckenborstel eine Sirene errichtet. Bis in die 90er Jahre hinein war es eine Aufgabe der Kameraden der Alters- und Ehrenabteilung jeden Samstag Punkt 12.00 Uhr die Sirene zur Probe auszulösen. Seit dieser Zeit wird dies von der Einsatzleitstelle in Zeven zentral gesteuert.

 

Auf der Autobahn Höhe Grundbergsee musste 1969 ein Lkw-Brand von den Stuckenborsteler Einsatzkräften gelöscht werden.

 

Im Frühjahr 1970 rückte die Feuerwehr Stuckenborstel zur Unterstützung der Feuerwehr Sottrum aus. Nach plötzlichem Tauwetter standen hier die Gebäudekeller des Umspannwerkes Sottrum unter Wasser.

Im Sommer musste noch ein Fahrzeugbrand auf der B 75 Richtung Ottersberg bekämpft werden.

 

Am 29.11.1970 erfolgte die Übergabe und Inbetriebnahme der neuen Tragkraftspritze TS 8/8. Somit hatte die bis dato über 20 Jahre alte Magirus-Motorspritze zwar ausgedient, wird aber im Stuckenborsteler Feuerwehrhaus bis heute in Ehren gehalten.

 

Die neue TS 8/8 kam dann 1971 schon bei 3 Bränden zum Einsatz. Es waren eine Rauchentwicklung in der Werkstatt der Firma Herwig und zwei Brände in der Gaststätte Poppe, wobei ein Brand bei einem schweren Gewitter durch einen Blitzschlag entstanden war.

 

Im Jahre 1972 gab es einen weiteren Brand in Brettmanns Mühle und neben der kunststoff-verarbeitenden  Fabrik Stelling brannte ein großer Heuhaufen.

1973 hatte die Freiwillige Feuerwehr Stuckenborstel mehrere Einsätze zu bewältigen. Zweimal brannte es im Silo an der Mühle. Bei Hinrich Köhnken brannte die Scheune und zweimal gab es Flächenbrände an der Eisenbahn. Am Heiligabend brannte dann das Wohnhaus von Auguste Feil In der Heide komplett ab.

 

Durch die Gebietsreform im Lande Niedersachsen am 01. März 1974 wurde aus der selbständigen Gemeinde Stuckenborstel der Ortsteil Stuckenborstel mit der Samtgemeinde als Träger des Brandschutzes. Durch diese Zusammenlegung wurde aus dem Gemeindebrandmeister der Ortsbrandmeister.

 

Im 40. Jahr des Bestehens der Freiwilligen Feuerwehr wurde am 11. September ein neues, den Erfordernissen entsprechendes, Feuerwehrgerätehaus an der Reeßumer Straße bezogen.

Gleichzeitig fanden auch die Gemeindewettkämpfe der Samtgemeinde Sottrum (seit der Gemeindereform mit 15 Mitgliedsfeuerwehren) auf ”Dohrmanns” Weide statt. Die Wehr Stuckenborstel erringt zum ersten Mal bei Wettkämpfen den 1. Platz in der TS-Gruppe und vertritt im nächsten Jahr die Feuerwehren der Samtgemeinde Sottrum auf Kreisebene.


1976, wurde unter Leitung von Karsten Buthmann unter großem Zulauf die Jugendabteilung gegründet.

Zum ersten Dienst am 24. Oktober 1976 erschienen 14 Jungen im Alter von 10 - 16 Jahren die in feuerwehrtechnischer Ausbildung das Rüstzeug für den Dienst in der freiwilligen Feuerwehr erlernen.

 

Im Oktober 1976 übernahm die Ortswehr Stuckenborstel vom Landkreis Rotenburg ein Löschgruppenfahrzeug LF 16 TS und wurde damit in der Feuerwehrbereitschaft 14 im Katastrophenschutz bundesweit einsetzbar.

 

   

In Folge verstärkter Bautätigkeit in Stuckenborstel wurde im Jahre 1977 erstmalig die Errichtung eines zusätzlichen Löschwasserbrunnens im Wohngebiet "Am Himpberg" bei der Samtgemeinde Sottrum beantragt, nachdem die Gemeinde Stuckenborstel bereits ein Netz von 5 Löschwasserbrunnen geschaffen und unterhalten hatte.

 

Am 12. Oktober 1978 erfolgte die Gründung des Kegelklubs "Roter Hahn Stuckenborstel", in dem alle interessierten aktiven und passiven Kameraden einen weiteren Zusammenschluß fanden.

 

Am 27. April 1980 stellte Ortsbrandmeister Johann Klee nach 13 Jahren sein Amt zur Verfügung. Als neuer Ortsbrandmeister übernahm Hans Lünsmann die Leitung der Wehr.

 

Das neu gefasste Niedersächsische Brandschutzgesetz vom 01. April 1978 ermöglichte erstmals die Aufnahme weiblicher Gemeindemitglieder in den aktiven Dienst der Feuerwehren. Am 27. August 1980 erfolgte die Gründung der Frauenabteilung durch den Eintritt von 14 Frauen. Für die Frauengruppe übernahm zunächst Ingo Lienhop ein Jahr lang das Amt des Gruppenführers. Anschließend wurde Inge Könsen Gruppenführerin und leitet diese Gruppe bis zum heutigen Tage erfolgreich. Ohne Frauen in den Freiwilligen Feuerwehren wäre heutzutage ein sicherer Brandschutz in den Orten an vielen Stellen nicht mehr gewährleistet.

 

Am 27. August 1981 kam es in Stuckenborstel zu einem weiteren schweren Brand. Der ehemalige Saal mit angebauter Scheune des Gasthauses Könsen brannte ab. Die danebenliegenden Wohn-Gebäudeteile konnten durch den schnellen Einsatz der Feuerwehr Stuckenborstel erhalten werden.

Seit der Errichtung einer neuen Feuerwehrtechnischen Zentrale in Zeven waren von der Freiwilligen Feuerwehr Stuckenborstel Klaus Brüns als Atemschutzgeräteträgerausbilder und Ingo Lienhop als Funkausbilder auf Kreisebene dort tätig.

1983 gab es einen kleinen Brand in der Futterküche des Hauses Fritz Schwanz im Eichenweg, der aber schon durch den Einsatz eines Pulverlöschers bekämpft werden konnte.

 

Zur Pflege der Kameradschaft veranstaltet die Wehr zunächst u.a. einmal im Jahr einen bunten Abend und in späteren Jahren einen Grillabend, zu dem noch heute alle aktiven und fördernde Mitglieder eingeladen werden.

 

Ebenfalls 1984 stellte Karsten Buthmann als Jugendwart zur Verfügung. Da kein neuer Jugendwart gefunden werden kann, ruht die Jugendabteilung bis 1986.

 

 

Das LF 16 TS wurde 1985 mit Bundesmitteln durch ein neues Fahrzeug ersetzt. Das ausgemusterte Fahrzeug konnte die Samtgemeinde Sottrum übernehmen und der Ortswehr Sottrum zur Verfügung stellen. Dort versieht dieses Fahrzeug bis heute zuverlässig seinen Dienst.

 

Im Jubiläumsjahr 1986 führte die Freiwillige Feuerwehr Stuckenborstel mit 50 aktiven Mitgliedern, 11 Mitgliedern in der Altersabteilung und 69 fördernden Mitgliedern einen Tag der offenen Tür durch und feierte zusätzlich ihr 50-jähriges Jubiläum mit der Ausrichtung der Gemeindewettkämpfe.

Auch die Jugendfeuerwehr Stuckenborstel lebt wieder auf. Unter Führung von Jugendfeuerwehrwart Michael Schulze und Frank Lehmann treten wieder 13 Jugendliche in die Jugendwehr ein.

 

 

Im Jahre 1987 mußte die Feuerwehr Stuckenborstel allein sieben Mal zu Brandeinsätzen in Reeßum und Hilfseinsätzen im eigenen Ort ausrücken.

Ab 1988 ist Frank Lehmann hauptverantwortlich als Jugendfeuerwehrwart für die Jugendabteilung zuständig.

Im Jahre 1988 waren keine Einsätze zu verzeichnen.

Auch 1989 wurde die Wehr wieder sieben Mal alarmiert, u.a. zum Großsilobrand beim Landwirt Rolf Sackmann, der auch die umliegenden Wehren mehrere Tage in Atem hielt.

Am 16. April 1989 entgleisten mehrere mit gefährlichen Chemikalien beladende Eisenbahnwaggons im Bereich des Bahnhofs Rotenburg und erforderte damit den Einsatz der kompletten Feuerwehrbereitschaft Rotenburg und damit auch der FF Stuckenborstel.

 

1990 war die Freiwillige Feuerwehr Stuckenborstel einmal zur Unterstützung bei einem größeren und länger anhaltendem Moorbrand in Hellwege zum Einsatz. Nicht nur der unermüdliche Einsatz aller Feuerwehren der Samtgemeinde, auch einer Heeresfliegerstaffel aus Celle mit ihren Großhubschraubern und Löschwasseraussenbehältern war es zu verdanken, das dieser Brand schließlich unter Kontrolle gebracht werden konnte. Ein Wohnhausbrand in Reeßum sah die Stuckenborsteler später im Jahr nochmals im erfolreichen Einsatz.

Ebenfalls 1990 ist jetzt Ilka Kortz als Leiterin für die Jugendfeuerwehr zuständig.

 

1991 wurde die Wehr zu einem Wochenendhausbrand in Everinghausen, einem Buschholzbrand In der Heide, einem Scheunenbrand bei Landwirt Jan-Uwe Klee, sowie einem Wohnhausbrand Nähe Grundbergsee, alarmiert.

1992 waren drei kleinere Brand- und zwei Hilfeleistungseinsätze zu bewältigen.

 

Am 01.Juli 1992 übernahm Lüder Könsen die Leitung der Wehr als Ortsbrandmeister von Hans Lünsmann.

 

Zu diesem Zeitpunkt bestand die Wehr aus 48 aktiven Mitgliedern, davon 13 weibliche Mitglieder. Die Alters- und Ehrenabteilung umfaßte 11 Kameraden. Die Jugendfeuerwehr zählte 14 Mitglieder.

 

1993 war wieder ein Unterstützungseinsatz in Reeßum beim Scheunenbrand hinter dem Gasthaus Seeger und einige Hilfeleistungseinsätze zu bewältigen.

 

Im Dezember 1994 traf es die Freiwillige Feuerwehr Stuckenborstel besonders hart. Das seit 1976 vom Bund im Rahmen des Katastrophenschutzes für die Kreisbereitschaft zur Verfügung gestellte LF 16 TS wurde nach Auflösung der Bereitschaft plötzlich abgezogen. Somit stand in Zukunft für die Ortswehr Stuckenborstel nur noch das alte TSF-T zur Verfügung, wobei die Feuerwehrleute für die Fahrten zu den Einsatzorten wieder ihr eigenes Privatfahrzeug benutzen mußten, weil im TSF-T maximal nur drei Plätze vorhanden waren.

 

1995 waren wieder zwei Brandeinsätze, ein Heckenbrand in Sottrum Nähe Score-Tankstelle sowie ein Wohnhausbrand an der Everinghauser Straße 155, zu bewältigen.

 

Gruppenbild 1995

vorne Jugendfeuerwehr:
Karsten Welker, Andreas Cordes, Claudia Hoffmann, Ingmar Epphard, Christian Hoffmann, Sönke Jäger, Björn Blöthe, Arne Buthmann
zweite Reihe v.v.:
Karl Heinz Buthmann, Hans Hermann Cordes, Heinrich Willenbrock, Ewald Hagedorn, Fritz Cordes, Fritz Schwanz, Hubert Küsel, Edelfried Czwalinna, Lüder Könsen
dritte Reihe v.v.
Ilka Kortz, Rosemarie Kortz, Marita Lienhop, Sandra Könsen, Kerstin Lünsmann, Michael Skusa, Jürgen Schlüter, Jürgen Wahlers, Rusi Hagedorn, Hans Lünsmann, Hinni Köhnken, Arno Stadie, Helmut Wahlers,
letzte Reihe:
Klaus Brüns, Frank Lehmann, Hans Hermann Schloo, Dieter Böhrs, Christopher Voigt, Ulrich Meyer, Reinhard Lehmann, Ingo Lienhop, Wiebke Kohl, Hans Richard Buthmann, Marion Brandt, Jürgen Böschen, Silvia Böhrs, Heino Küsel, Inge Könsen, Tobias Harling, Sabine Schlüter, Rita Fahrenholz, Beate Kahrs, Hagen Becker

 

 

1996 wurde die Freiwillige Feuerwehr Stuckenborstel zur Unterstüzung der FF Sottrum zu einem Dachstuhlbrand in der Händelstraße angefordert. Ferner verzeichnen die Berichte einen Pkw–Brand in der Mühlenstraße in Stuckenborstel, sowie einen Lkw-Brand / schweren Verkehrsunfall auf der A 1, bei dem trotz schnellstem Einsatz aller verfügbaren Kräfte und Mittel aus Stuckenborstel, Sottrum und Hassendorf zwei Personen verbrannten.

1997 brannte Im Stubbenkamp 7 eine Wohnung des Hauses Reinhard Lehmann völlig aus und im Bereich Everinghausen gab es wieder mehrere Brandstiftungen, dem auch die Scheune mit Viehstall des Landwirtes Röpke zum Opfer fiel.

Ab 1997 ist Tobias Harling als Jugendfeuerwehrwart Tobias Harling verantwortlich für die Jugendfeuerwehr Stuckenborstel.

 

Am 24. Juli 2000 wurde das inzwischen 32 Jahre alte TSF-T von der Samtgemeinde Sottrum ausgemustert und die Freiwillige Feuerwehr erhielt ein neues etwas größeres Tragkraftspritzenfahrzeug, mit dem jetzt zusätzlich zum vorhandenen Gerät  noch fünf Feuerwehrleute mit zum Einsatzort transportiert werden können.

Das ”ausgemusterte” alte TSF-T erhielt jedoch noch eine Chance in dem es durch einen Sponsor, die Kfz-Werkstatt  Jürgen Wachholz - fachgerecht wieder so in  Stand gesetzt werden, dass es noch weiterhin für die Stuckenborsteler Wehr als Transportfahrzeug für allerlei Gerätschaften und andere leichtere Aufgaben dienen konnte. Hierbei ist jedoch zu bemerken, dass sämtliche hieraus entstehenden Kosten für den Betrieb des Fahrzeuges von der Freiwilligen Feuerwehr Stuckenborstel selbst getragen werden. In diesem Jahr mussten aber auch noch zwei Hilfeleistungseinsätze und fünf Brandeinsätze bewältigt werden.

 

Im Jahre 2002 mußte ein neuer Ortsbrandmeister gewählt werden. Lüder Könsen, der inzwischen zum Gemeindebrandmeister der Samtgemeinde Sottrum ernannt worden war, stand hierfür aufgrund der gesetzlichen Regelungen nicht mehr zu Verfügung.

Als neuer Ortsbrandmeister wurde auf der Jahreshauptversammlung 2002 Ingo Lienhop gewählt.

Im Jahre 2002 wurde dann die Freiwillige Feuerwehr Stuckenborstel stark belastet. Die Feuerwehr hatte 22 Hilfeleistungs- und 3 Brandeinsätze zu bewältigen.

Mehrmals fasste die Regenwasserkanalisation in der Stuckenborsteler Straße die anfallenden Wassermassen des ”Jahrhundertregens” nicht und Gullys mussten abgepumpt werden. Im Buckstever Weg bestand die Gefahr, dass das Wohnhaus von Rudi Hagedorn vom Hochwasser überflutet würde. Dies konnte jedoch durch Errichten eines kleinen Dammes und Abpumpen der Gefahrenstelle verhindert werden. Ebenso mussten im Bereich In der Heide am 1. Weihnachtstag weit über 30 Bäume abgesägt und entfernt werden, die durch extreme Eisbildung kreuz und quer über den Straßen im Wochenendgebiet lagen.

Am 31.12.2002 verfügte die Freiwillige Feuerwehr Stuckenborstel über 39 aktive Mitglieder, über 13 Mitglieder in der Altersabteilung, 1 Ehrenmitglied  in der Altersabteilung, 15 Mitgliedern in der Jugendfeuerwehr und 93 fördernde Mitglieder.

 

In den Abendstunden des 07. August 2003 heulten in Stuckenborstel wieder die Sirenen. Ein riesiger schwarzer Rauchpilz über dem Gewerbegebiet ”Barkhof”, der sogar zu Feuerwehr Alarmierungen im Flecken Ottersberg führte und der noch von der Bremer Universität aus deutlich zu sehen war, versprach den Einsatzkräften nichts Gutes. Es stellte sich heraus, daß auf dem Recyclinghof der Firma ATR eine Sortiermaschine heißgelaufen war und daß das durchlaufende Material eine riesige Lagerhalde entzündet hatte. Diese mußte in den folgenden Stunden mit Radladern und Baggern komplett umgeschichtet und jede Schaufel einzeln abgelöscht werden. Neben der Stuckenborsteler und Sottrumer Wehr, waren Kräfte aus Ottersberg, Hassendorf, Horstedt, Reeßum, Taaken, Ahausen, Hellwege, Bötersen, Rotenburg, und dem Gefahrgutzug Zeven annähernd 16 Stunden im Einsatz.

 

Das Einsatz-Jahr begann für die FF am 20.03.04 um 23.00 Uhr. Hier galt es die Sturmschäden in Form von Ästen in der Heide zu beseitigen.

Der zweite Hilfeleistungseinsatz am 21.03.04 brachte vom gleichen Sturmtief schon wesentlich dickere Äste auf den Boden – diesmal am Stuckenborsteler Hof.

Am 23.07.04 waren wir von 23.50 Uhr bis 04.00 Uhr beim Brandeinsatz in Everinghausen.  Hier brannte – ausgelöst durch einen def. Wäschetrockner ein kleines Holzhaus in voller Ausdehnung.

Erspart geblieben ist der Wehr in diesem Jahr zum ersten Mal seit 2001 die sogenannte ”Weihnachtskatze”. Hatte sich in den Jahren 2002 und 2003 jeweils an Heiligabend noch ein und der selbe Stubentiger auf einen Baum verirrt so hatte er 2004 offensichtlich dazu gelernt und die Feuerwehr konnte im Standort bleiben.

 

Im Jahre 2004 erhielt die Feuerwehr auch nach fast 17 Jahren endlich wieder einen Gruppen / Unterrichtsraum. Ursprünglich befand sich dieser im Erdgeschoß der Alten Schule und mußte Jahr 1987 geräumt werden, da die Gemeinde Asylbewerber unterbringen mußte.

 

 

Gebäude Alte Schule (um 1926)                                                  heute

 

In den folgenden Jahren bemühten sich alle Beteiligten eine zufriedenstellende Lösung zu finden, jedoch scheiterte dies entweder an fehlenden Mitteln bzw. anderen Schwierigkeiten. So galt es zunächst eine Kindergartengruppe unterzubringen und später den Kindergarten sogar um eine weitere Gruppe zu vergrößern. Im Jahr 2004 war es dann jedoch endlich so weit. In einer beispielhaften Zusammenarbeit mit dem Kindergarten ”Kunterbunt” sowie dem TSV Stuckenborstel konnten die Räume im Obergeschoss der alten Schule gemeinsam erschlossen werden. So entstand u.a. für die Feuerwehr ein funktionaler Gruppen- / Unterrichtsraum der seitdem zusammen mit dem Kindergarten und TSV genutzt wird und somit einen hohen Nutzungsgrad sowie damit verbunden ein sehr positives Kosten-Nutzen Verhältnis aufweist.

 

 

Außerhalb der Ortswehr Stuckenborstel sind Kameraden im Samtgemeinde- und Kreisgebiet als Ausbilder tätig.

 

Seit November 1982 finden regelmäßig mindestens 4x jährlich von der Feuerwehr organisierte Altpapiersammlungen im Ortsgebiet statt.

 

Der alljährlich stattfindende Laternenumzug des TSV Stuckenborstel sowie den Kindergartens ”Kunterbunt”  wird von Mitgliedern der Wehr unterstützt.

 

 


 

Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Stuckenborstel

OrtsbrandmeisterStellvertreter
1936 - 1951Friedrich CordesJohann Sackmann
1951 - 1967Hinrich KöhnkenHinrich Grimm
1967 - 1975Johann Klee
1975 - 1978Bernhard Bellmann
1978 - 1980Hans Lünsmann
1980 - 1992Hans LünsmannKlaus Brüns
1992 - 1998Lüder Könsen
1998 - 2002Jürgen Schlüter
2002 - 2004Ingo Lienhop
2004 - 2011Frank Lehmann
seit 2011Martin Skusa

 

 

Ehrenbrandmeister
1967Hinrich Köhnken

 

 

Gemeindebrandmeister
2002Lüder Könsen

 

 

Jugendfeuerwehrwarte der Freiwilligen Feuerwehr Stuckenborstel

JugendwartStellvertreter, Betreuer
1976 - 1983Karsten ButhmannLüder KönsenKlaus BrünsHans-Hermann Schloo
1983 - 1984Hans-Hermann Schloo
1986 - 1987Michael SchulzeFrank Lehmann
1987 - 1990Frank LehmannIlka KortzWiebke Kück
1990 - 1992Ilka KortzMichael Skusa Frank Lehmann
1992 - 1998Tobias Harling
1998 - 2002Tobias Harling
2002 - 2004
2004 - 2006Jens Schlüter
2006 - 2013
seit 2013Niklas Meyer

 

 

Kinderfeuerwehrwarte der Freiwilligen Feuerwehr Stuckenborstel

KinderfeuerwehrwartStellvertreter, Betreuer
seit 2016Hajo SchloenJohanna SchlusnusBeate KahrsKarina Schauer