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JF 2000

Jugendfeuerwehr Stuckenborstel
1976 - 1992

Das Ortskommando der Freiwilligen Feuerwehr Stuckenborstel beschloß in seiner Sitzung im September 1976 eine eigene Jugendabteilung ins Leben zu rufen.

Der damalige Ortsbrandmeister Johann Klee unterstützte die Idee mit allen Kräften, so daß die Jugendfeuerwehr bereits am 24. Oktober 1976 vom damaligen Jugendfeuerwehrwart Karsten Buthmann und seinen Helfern Lüder Könsen, Klaus Brüns und Hans Hermann Schloo gegründet werden konnte.

Dem Ruf folgten 14 Jungen, die am 24.10.1976 zum ersten Dienst im neuen Feuerwehrhaus in der Reeßumer Straße erschienen.

Stuckenborstel war damit nach Sottrum (1968) und Bötersen (1975) die dritte Jugendfeuerwehr in der Samtgemeinde Sottrum. Die Gründungsmitglieder waren

Ralf Andresen
Hagen Becker
Arne Fahrenholz
Heiko Fahrenholz
Marco Foelske
Andreas Hartmann
Nils Herwig
Olaf Kortz
Frank Lehmann
Joachim Sackmann
Ulrich Sackmann
Michael Schulze
Wolfgang Stadie
Helmut Werner

Bereits beim ersten Bundeswettkampf auf Gemeindeebene am 17. April 1977 konnte die junge Gruppe die schon wesentlich erfahreneren Gruppen aus Sottrum und Bötersen auf die Plätze verweisen.

Noch am gleichen Tage reiste die komplette Jugendfeuerwehr nach Hodenhagen und folgte einer Einladung zum "Spiel ohne Grenzen" im Serengetipark.

Neben einer Schubkarrenrally, Kistenstapeln, Wasserballonweitwurf und Blockweitspringen hatte die Gruppe bei schönem Wetter so viel Spaß mit Wasser und Schmierseife, daß im Anschluß etliche Uniformkombis eine Wäsche vertragen konnte.

Am 13. und 14. August 1977 fand in Schleessel das erste Gemeindezeltlager statt. Hier waren neben Künsten im Stelzenlauf, Rudern und Sackhüpfen auch schon fundierte Kenntnisse aus dem Feuerwehrbereich gefragt, so daß bei der Auswertung des Lagerwettbewerbs wiederum Stuckenborstel vor Bötersen und Sottrum plaziert war. Neben dem Wanderpokal konnte die Gruppe auch ein vom Gemeindebürgermeister Franz Brettmann gestiftetes Fotoalbum und viele schöne Erinnerungen mit nach Hause nehmen.

Am 21. Dezember 1977 fand bei Karsten Buthmann im "Block Stuckenborstel" die erste Weihnachtsfeier statt. Zusammen mit Ortsbrandmeister Johann Klee hatte die Gruppe eine Menge Spaß bei kleinen Spielen und beim abschließenden Joule Klapp mit einem riesigen Wickelpaket. Zum ersten Jugendsprecher wurde Heiko Fahrenholz gewählt.

Am 05. August 1978 erhielt Ortsbrandmeister Johann Klee in einer kleinen Feierstunde aus der Hand von Bodo Becker einen von der Volksbank Sottrum gestifteten Wimpel für die Jugendfeuerwehr überreicht. "Haltet diesen Wimpel in Ehren und nehmt ihn als Zeichen der Kameradschaft" sagte Johann Klee und gab den Wimpel mit weiteren guten Wünschen an JFW Karsten Buthmann weiter.

Wimpelübergabe durch den Vorstand der Volksbank Sottrum Bodo Becker

Am 24. September 1978 ließen sich die Jugendlichen den frischen Nordseewind beim Bundeswettkampf in Wremen um die Ohren wehen. Offensichtlich tat die frische Luft gut, denn man fuhr mit einem ausgezeichneten 5. Platz nach Hause.

Hierbei war die Fahrt an sich schon das reinste Erlebnis.

Das alte (Magirus) LF 16 TS mit seiner hervorragenden Straßenlage und dem kummergewohnten Fahrer Klaus Brüns blieb noch lange in der Erinnerung aller Teilnehmer.

Das 2. Gemeindezeltlager der Samtgemeinde Sottrum fand in Stuckenborstel nahe der Mühle auf dem Brettmannschen Anwesen statt. Als Gewinner des Wanderpokals im Vorjahr hatte Stuckenborstel die Planung und Ausrichtung des 2. Gemeindezeltlagers übernommen. Am 02. und 03. September 1978 trafen sich 50 Jugendliche aus Ahausen, Sottrum und Stuckenborstel, um erneut um den von Kreisjugendfeuerwehrwart Alfons Ziegler gestifteten Wanderpokal zu kämpfen.

Neben Tridemfahren, und anderen Geschicklichkeitsspielen stand auch ein Nacht-Orientierungsmarsch sowie ein zünftiges Lagerfeuer und etliche feuerwehrtechnische Fragen auf dem Programm.

"Zapfenstreich" und Wecken fand - ganz ungewohnt bei der Jugend - mit einer Trompete statt.

Aber auch solch gesellige Veranstaltungen hatten bei den Jugendfeuerwehren schon immer einen "ernsten" Hintergrund: JFW Karsten Buthmann faßte es so zusammen: "Wir wollen im Rahmen unserer Möglichkeiten dazu beitragen, daß die Jugendlichen sich sportlich betätigen, Kameradschaft üben und beim Spiel feuerwehrtechnisch etwas gelernt wird."

Offensichtlich hatte die Stuckenborsteler Gruppe dies wiedereinmal am besten erfaßt, und so erhielt sie folgerichtig am 03. September den Wanderpokal zum zweiten Mal in Folge aus der Hand von Kreisjugendfeuerwehrwart Alfons Ziegler.

JFW Karsten Buthmann

Am 14. April 1979 fand das erste, von der Jugendfeuerwehr ausgerichtete Osterfeuer statt.

Für Verpflegung und geistige Getränke war ausreichend und zu zivilen Preisen gesorgt. Hier gingen u.a. die Tannen der ersten Tannenbaumsammlung in Flammen auf, die im Januar als Beitrag zum Umweltschutz gesammelt worden waren. Schon damals, als noch nicht alle Welt davon sprach, hatte die Führung der Jugendfeuerwehr erkannt, wie wichtig auch kleine Beiträge zum Umweltschutz sind.

Stattfinden konnte diese Veranstaltung, wie in den folgenden Jahren auch, nur mit der großzügigen Unterstützung der Stuckenborsteler Landwirte, die immer ein offenes Ohr hatten, wenn die Jugendfeuerwehr mit Wünschen nach Schleppern und Hängern für die Holzsammlung kamen.

Ein besonderer Dank gilt in diesem Zusammenhang auch Hans Hermann Cordes, der sich immer bereiterklärte, die "Hasenkuhle" an der Reeßumer Straße zur Verfügung zu stellen. Obwohl dies immer mit einem großen Arbeitsaufwand für ihn verbunden war, wenn es anschließend ans Aufräumen ging.

Einen wesentlichen Beitrag zum Erfolg dieser Veranstaltung leisteten auch die ortsansässigen Geschäfte. So wurden Würstchen und Getränke günstig von Klaus Könsen und Reinhard Lehmann zur Verfügung gestellt.

In der Zeit vom 17. bis 19. August 1979 fand in Scheeßel ein Kreiszeltlager anläßlich des 100 jährigen Jubiläums der FF Scheeßel statt.

Der Eichenring bot ein ideales Gelände für die Vorhaben der Jugendgruppen aus dem heutigen Altkreis Rotenburg.

Auch Stuckenborstel beteiligte sich hieran, sollte doch das neue Mannschaftsgroßzelt, das nach Entwürfen von Karsten Buthmann gefertigt worden war, eingeweiht werden.

Finanziert wurde es zu 90% aus eigenen Mittel sowie einem Zuschuß der Jagdgenossenschaft Stuckenborstel und der Kameradschaftskasse der aktiven Wehr.

Zu den umfangreichen Aktionen wie O - Märschen, Lagerfeuer, Disco-, Grill Abend und Geschicklichkeitsspielen gehörte auch die Vorbereitung auf die Abnahmeprüfung zum Erwerb der Leistungsspange.

Am 22. und 23. September 1979 fand in Hassendorf das dritte Gemeindezeltlager statt, das wiederum von Gemeindebürgermeister Franz Brettmann eröffnet wurde. Neben Ahausen und Bötersen bewarb sich auch eine Gruppe aus Stuckenborstel um den Wanderpokal. Mit 444 Punkten konnte Stuckenborstel den Pokal zum drittenmal in Folge erkämpfen und somit endgültig in seine Sammlung einreihen.

Am 30. September 1979 war es dann so weit. Ein weiterer großer Tag in der Geschichte der JF STUCKENBORSTEL. Nach langer und intensiver Vorbereitung trat die Gruppe in Driftsethe zur Abnahme der Prüfungen für den Erwerb der Leistungsspange der Deutschen Jugendfeuerwehr an. Folgende Aufgaben mußten gelöst werden:
Vortrag eines Löschangriffs, gemäß der Feuerwehrdienstvorschrift 4, Verlegen einer 120m C-Druckrohr Leitung auf Zeit, Staffellauf über 1500 m, Kugelstoßen und Beantwortung von Fragen in einem mündlichem Wissenstest aus den Bereichen, Staatsbürgerkunde, Feuerwehrtechnik, und Unfallverhütung. Da alle Aufgaben gemeistert worden waren, erhielten folgende JF Mitglieder aus Stuckenborstel die begehrte Auszeichnung aus der Hand von Prüfer Alfons Ziegler:

Ralf Andresen
Hagen Becker
Marco Foelske
Andreas Hartmann
Frank Lehmann
Ulrich Sackmann
Michael Schulze
Wolfgang Stadie

Olaf Kortz, der mit der Gruppe ebenfalls alle Bedingungen erfüllt hatte, erhielt die Leistungsspange nicht, weil er das vorgeschriebene Mindestalter noch nicht erreicht hatte.

Am 11.11.1979 stand mit der Besichtigung der Feuerwache 1 und der Flughafenfeuerwehr in Bremen ein weiterer Höhepunkt auf dem Dienstplan.

Die Fahrt mit dem Großtanklöschfahrzeug der Flughafen Feuerwehr, das übrigens vorwärts genauso schnell wie rückwärts (!) fahren konnte, und die Demonstration des "Wasserwerfers" ließen bei den Jungbrandschützern die Meinung aufkommen, das soetwas auch nach Stuckenborstel passen würde.

Als man sich dann jedoch nach dem Benzinverbrauch erkundigte, der übrigens dem eines ausgewachsenen Kampfpanzers kaum nachstand, nahm man doch schnell von so einem Ansinnen Abstand.

 

Neben vielen anderen interessanten Großgeräten waren für die Jugendlichen die "zünftigen" Rutschstangen in der Wache das reinste Vergnügen.

Da machte es auch nichts, wenn man nach einer sausenden Fahrt über mehrere Meter erst wieder mühselig etliche Stufen klettern mußte, um sich erneut in die lange Schlange der Wartenden einzureihen.

Auch die Fahrt mit dem Feuerlöschboot im Freihafen war ein Erlebnis. Die Demonstration der eingebauten Wasserwerfer bei Gegenwind war doch eine recht feuchte Angelegenheit.

Am 14.06.1980 konnte eine Gruppe die INTERSCHUTZ in Hannover besichtigen. Diese größte Brandschutzmesse der Welt hinterließ auch bei den Stuckenborsteler Jugendlichen einen bleibenden Eindruck.

Für große Aufregung sorgte dann im Sommer 1980 der Bundeswettkampf in Basdahl in den Stuckenborsteler Reihen.

Sah es doch zunächst so aus, als ob man mit einem 7. Platz von über 20 Jugendgruppen ganz zufrieden sein konnte, waren dennoch einige, mit Adam Riese besser vertrauten Stuckenborsteler anderer Meinung.

Über einen Einspruch kam es dann zutage: Stuckenborstel rangierte mit 1882 Punkten sogar auf Platz 1. Diese neue Bewertung war unter anderem dem unermüdlichen Einsatz um dem Eifer von JFW Karsten Buthmann zu verdanken, der sich im Vorfeld zu diesem rechnerisch berichtigten Ergebnis doch tatsächlich mit einigen Widersachern auf Kreisebene auseinanderzusetzen hatte. Diese neue Bewertung hatte auch zur Folge, das die Gruppe bei den Bezirkswettkämpfen die Farben des Landkreises Rotenburg vertreten durfte.

Am 27. September 1980 fand eine große Herbstabschlußübung der Jugendfeuerwehren der Samtgemeinde statt, auf der einmal so richtig Wasser aus allen Stuckenborsteler Rohren floß. Daß den Hühnern, die das Angiffsziel (Bellmanns Hühnerstall) noch bewohnten, keine Schwimmhäute gewachsen sind, wundert alle Beteiligten noch heute.

JF - Herbstabschlußübung

Am 23.+ 24.08.1980 fand ein Gemeindezeltlager der Jugendfeuerwehren der Samtgemeinde Sottrum am Schleeßeler See statt. Bei gutem Wetter, vielen Spielen und Aufgaben sowie wiedereinmal zuwenig Schlaf errang der JF Stuckenborstel den Wanderpokal zum 4. Mal in Folge.

Der gleiche Sieger konnte beim Zeltlager in Stuckenborstel am

15. + 16.08.81 bekanntgegeben werden. Auf einem hervorragenden Zeltplatz in der Nähe der Wassermühle fanden wieder zahlreiche Jugendliche ein schönes Zuhause.

Im Jahre 1980 wurden Michael Schulze als erstes Mitglied der Jugendabteilung in die Reihen der aktiven Wehr aufgenommen. Er stand der Jugendfeuerwehr aber weiterhin als Betreuer zur Verfügung.

Da sich in der Reihen der Jugendwehr u.a. mit Mario und Lange, Olaf Kortz einige hervorragende Handballer befanden, wundert es nicht, daß beim Scheeßeler Kreis - Handballturnier, das am 08. März 1981 stattfand, die Stuckenborsteler Auswahl nach spannenden Kämpfen in der Wertungsgruppe II den ersten Platz belegen konnte und einen schönen Wanderpokal mit nach Hause nahm.

Auch zu der Ehrung des Ortsbrandmeisters Johann Klee am 15. März 1981 trat der Jugendfeuerwehr beim Appell mit an, galt es doch, einen Mann der "ersten Stunde" zu ehren.

Im Jahre 1981 wurden

Heiko Fahrenholz

Hagen Becker

Frank Lehmann

Andreas Hartmann

und Wolfgang Stadie

in die aktive Wehr übernommen. Dadurch wurde es möglich eine 3. Einsatzgruppe zu bilden.

Im Frühjahr 1983 trat Karsten Buthmann von seinem Amt als Jugendfeuerwehrwart zurück. Zu seinem Nachfolger wurde Hans Hermann Schloo bestimmt.

Im Herbst 1983 konnte die Mindeststärke von 9 Mann für eine Gruppe nach der Übernahme von weiteren Jugendlichen in die aktive Wehr nicht mehr gehalten werden.

Die Jugendfeuerwehr ruhte daher in der Folge bis Oktober 1986

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Auf der Ortskommandositzung vom 09.10.1986 wurde beschlossen, im Rahmen der Feiern zum 50 jährigen Jubiläum, die Jugendfeuerwehr wieder ins Leben zu rufen.

Als Jugendwarte stellten sich hierfür Michael Schulze und Frank Lehmann zur Verfügung. Es wurde geplant, mit einem Infostand und einem Kübelspritzenwettkampf um Interesse bei den Jugendlichen zu werben. Unterstützung erfuhren die neuen Jugendwarte nicht zuletzt durch die "alten Hasen" Karsten Buthmann und Klaus Brüns.

Am 12. Oktober 1986 wurde die Jugendgruppe bei den Wettkämpfen der aktiven Wehren, die die Feuerwehr STUCKENBORSTEL anläßlich ihres 50 jährigen Jubiläums veranstaltete, wieder reaktiviert. Auf Anhieb fanden sich 9 Jugendliche, die noch am gleichen Tage eingekleidet wurden, so daß der erste Dienst am 19. Oktober 1986 gleich in Uniform durchgeführt werden konnte.

Gründungsmitglieder der zweiten Jugendfeuerwehr Generation

Besonders erfreulich war in diesem Zusammenhang, das zum ersten Male auch Mädchen in die Jugendgruppe aufgenommen werden konnten, so daß auch die Frauengruppe der aktiven Wehr in Zukunft hier ihren gut ausgebildeten Nachwuchs schöpfen kann.

Gründungsmitglieder im Jahre 1986 waren:

Luis Aguilar
Britta Brandt
Markus Brandt
Stefan Brandt
Arne Buthmann
Kristian Buthmann
Marc Haase
Timo Jünemann
Wiebke Kohl
Mireille Könsen
Arkadius Schimitzek
Martin Skusa
Christopher Voigt

Die ersten Dienste befaßten sich hauptsächlich mit den Grundbegriffen der Feuerwehrtechnik und der Handhabung der Geräte. Auf der Weihnachtsfeier 1986, die in der Stuckenborsteler Schule stattfand, wurde Wiebke Kohl zur Jugendsprecherin gewählt. Aus der Hand von Ortsbrandmeister Hans Lünsmann erhielt sie den Wimpel der "alten" Jugendfeuerwehr Arne Buthmann wurde zum Kassenwart gewählt.

Im Frühjahr 1987 begann die Gruppe, die mittlerweile auf 20 Mitglieder angewachsen war mit dem Einüben des Löschangriffs.

Er ist ein wichtiger Bestandteil des Bundeswettkampfes, der einmal im Jahr von allen Jugendfeuerwehren durchgeführt werden muß.

Auch für den Umweltschutz hatte die junge Gruppe bereits eine Menge übrig, als dies noch nicht ein so "brennendes Thema" war, wie in der heutigen Zeit. So wurde im Januar 1987 die erste Tannenbaumsammlung durchgeführt.

Zu dem traditionell im März eines jeden Jahres stattfindenen Sportturnier im Scheeßel konnte Stuckenborstel nach vierjähriger Pause gleich wieder zwei Mannschaften entsenden.

Diese Mannschaften wurden von Edelfried Czwalinna einmal wöchentlich das ganze Jahr über im Rahmen der Sportausbildung betreut. Diese Sportausbildung bildet noch heute ein Novum bei den Feuerwehren im Landkreis Rotenburg.

Das der Löschangriff beherrscht wurde, konnte die junge Gruppe bei einem Vergleichswettkampf mit den aktiven Gruppen der FF Stuckenborstel im Oktober 1987 demonstrieren.

Mit den 3 aktiven Gruppen der Ortsfeuerwehr im Oktober 1987 bereits ein ersten Platz von den Jugendlichen belegt werden konnte. In der Folgezeit nahmen die Jugendlichen noch an Nacht-Orientierungsmärschen auf Samtgemeinde- sowie an Tagesmärschen auf Kreisebene teil.

Am 15. November 1987 beteiligte sich die Jugendfeuerwehr am Fackelzug der aktiven Kameraden, der anläßlich des 80. Geburtstages des Gründungs- und Ehrenmitgliedes H. Grimm im Ort veranstaltet wurde.

Am 01. Januar 1988 übernahm Frank Lehmann die Aufgaben des Jugendfeuerwehrwartes alleinverantwortlich und erhielt Ostern 1988 Ilka Kortz als Stellvertreterin zur Unterstützung.

Am 28. Mai 1988 wurde die INTERSCHUTZ auf dem Messegelände in Hannover "unter die Lupe" genommen.

Endlich gab es wieder einmal große Feuerwehrfahrzeuge "satt". Aber auch zahlreiche interessante Vorführungen und Infostände konnten besichtigt werden.

Nach reichlichen 11 Stunden unter einem strahlend blauem Himmel und einer Sonne, die es wirklich gut mit der INTERSCHUTZ meinte, konnte dann auch etliche Blasen "unter die Lupe" genommen werden.

Beim 1. Zeltlager am Grundbergsee in der Zeit vom 17. - 19. Juni 1988 standen neben einem Orientierungsmarsch, dem Bundeswettkampf, einem Bootsrennen auch Tätigkeiten nach Einbruch der Dunkelheit auf dem Programm. Dank des massiven Einsatzes von Kübelspritzen konnten diverse nächtliche Überfälle Unbekannter (?) gemeistert werden.

Am 30. Juli stand wieder eine, mit dem Schützenverein Reeßum veranstaltete, Fahrradrennen im Rahmen des Ferienprgramms der Samtgemeinde auf dem Dienstplan.

Neben dem Bestimmen von Vogel- und Getreidearten, Fragen aus dem Bereich Umweltschutz und Kenntnissen der Region, waren auch ein Torwandschießen, Slalomfahren mit Fahrrädern, Landskilaufen und natürlich "Waldbrandtennis" zu bewältigen. Am besten schafften dies Wiebke Kohl und Karin Welker, sowie Michael und Martin Skusa.

Am 31. Juli 1988 nahm eine Abordnung der Jugendgruppe am "Spiel ohne Grenzen" teil, das von der Sparkasse Sottrum anläßlich ihres 150 jährigen Bestehens auf der Sottrumer C-Anlage ausgerichtet wurde. Für einen angehenden Feuerwehrmann gehört es sich, das man gut mit Wasser umgehen kann, und das auch technische Mängel einer Kübelspritze einen nicht aus dem Konzept bringen darf, auch wenn diese unter Umständen einen erneuten Start nach sich ziehen. Auch der rutschige Boden stellte kein großes Hindernis dar. So konnte die Mannschaft um "Buddi" Buthmann einen hervorragenden 4. Platz belegen, der neben einem schönen Pokal auch noch mit einem ansehnlichen Geldpreis für die Kameradschaftskasse belohnt wurde.

Mannschaft Spiel ohne Grenzen der Sparkasse Sottrum

Im Herbst 1988 mußte die Gruppe bei der Einsatzübung der aktiven Wehren auf Samtgemeindeebene die Darstellung der "Verletzten" übernehmen. Hier bestand die einmalige Gelegenheit, einmal die professionelle Arbeit der Erwachsenen "hautnah" zu begutachten.

Am 13.09.1988 besichtigen die Jugendlichen eine Hawk - Flugabwehrraketenstellung der Bundeswehr im Raum Bremervörde. Die "Jungfeuerwehrler" richteten, wie konnte es anders sein, ein besonders kritisches Auge auf den Brandschutztrupp.

Da 1988 ein Jahr der Besichtigungen war, bildete am 12. November die Fahrt zum Flughafen Hamburg und der dazugehörige Feuerwehr den krönenden Abschluß. Zusammen mit der Gruppe Buthmann wurde diese schöne Tagesfahrt organisiert.

Im 06. Januar 1989 richtete die JF STUCKENBORSTEL den Samtgemeinde - Nacht Orientierungsmarsch aus. Hieran nahmen neben den Wehren aus der Samtgemeinde auch die Jugendgruppe aus Ottersberg als Nachbarwehr teil.

Am Ende des Tages und nach zahlreichen gut gelösten Fragen und Aufgaben aus den Gebieten Feuerwehrtechnik, Allgemeinbildung und Umweltschutz

stand Stuckenborstel als Sieger und Gewinner des Wanderpokals fest.

Im Februar 1989 organisierte die Jugendfeuerwehr in Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz die Durchführung eines Erste Hilfe Lehrganges in der alten Schule in Stuckenborstel. Nicht zuletzt durch die starke Beteiligung der Jugendfeuerwehr wurde diese Veranstaltung zu einer Erfolg.

Am Ende der acht Unterrichtsabende konnten dann 7 Angehörige der Jugendfeuerwehr neben zahlreichen Einwohnern aus Stuckenborstel eine Lehrgangsbescheinigung in Empfang nehmen.

Ebenfalls im Februar konnte eine gute Tradition der "alten Jugendfeuerwehr" weitergeführt werden.

Zeigt sich einmal ein wenig Schnee in Stuckenborstel, so wird dies gleich für eine zünftige Schlittenfahrt genutzt. Mangels geeigneter Hanglagen im Großraum Sottrum greift man um so lieber auf die zugkräftigen roten Autos zurück. Mit einer oder zwei Arbeitsleinen versehen zieht so ein LF 16 TS doch tatsächlich locker seine 15 - 20 Schlitten ohne Mühe über längere Strecken.

Nur schade, das die Nasen der Schlittenfahrer nach einer Stunde nicht mehr annähernd so warm sind wie die Füße des Fahrzeugfahrers.

Es konnten stets einige ansehnliche Eiszapfen präsentiert werden.

Beim Osterfeuer 1989, das bereits 1987 wieder von der Jugendfeuerwehr veranstaltet wurde und das traditionell in der "Hasenkuhle" von Hans Hermann Cordes an der Reeßumer Straße stattfand, kam der neue Verkaufsstand zum ersten Mal zum Einsatz.

Osterfeuer in der "Hasenkuhle"

Friedel Jäger hatte ihn nach Entwürfen von Karsten Buthmann gebaut, und zum Selbstkostenpreis der Feuerwehr überlassen.

Beim Sottrumer Reitturnier am 16. und 17. Juni 1989 standen die Jugendlichen zum ersten Mal im Einsatz beim Hindernisdienst. Zusammen mit den Kameraden der aktiven Wehr konnten einige schöne aber auch anstrengende Stunden verlebt werden. Auch wenn die Dienste an beiden Tagen noch zu nachtschlafender Zeit begannen und sich bis in die späten Abendstunden hinzogen, war es dennoch am Ende gleich beschlossene Sache, im kommenden Jahr wieder an der Veranstaltung teilzunehmen. Zu dieser positiven Einstellung der Jugendlichen haben nicht zuletzt die aktiven Kameraden, die Verantwortlichen des Sottrumer Reitvereins und die Parcourchefs beigetragen, die durch einige aufmunternde Worte, mit einer kräftigen Erbsensuppe oder Eis zur Stelle waren, wenn sich der Muskelkater zu stark zu Wort gemeldet hatten.

Beim Tag der offenen Tür in der Lent-Kaserne am 08.07.1989 war die Gruppe stellvertretend für die Jugendfeuerwehren des Landkeises Rotenburg zusammen mit den JF aus Sottrum und Mulmshorn im Einsatz.

Denkwürdig war dieser Tag u.a. als er doch der Jugendgruppe erstmalig einen "richtigen Einsatz" mit Einsatzfahrt und allem "Drum und Dran" bescherte. Von den sinflutartigen Regenfälle, die gegen 17.00 Uhr über dem Landkreis Rotenburg niedergingen war auch die Gemeinde Sottrum betroffen.

Mit dem LF 16 TS aus Stuckenborstel, das zunächst eigentlich nur zum Personaltransport für die Jugendlichen vorgesehen war, mußten beim Überlandwerk und auf der Riege Keller ausgepumpt werden.

Hier konnten sich die Jugendlichen u.a. als Funker und Melder sehr nützlich machen und ihre hervorragende Ausbildung unter Beweis stellen.

Ab Juli 1989 übernahm die Jugendgruppe die regelmäßige Pflege der Anlagen beim Stuckenborsteler Ehrenmal. Nachdem die Teilnahme der Jugendlichen beim Appell der aktiven Wehr anläßlich der Gedenkstunde zum Volkstrauertag bereits ein gewohntes Bild war, war dies ein weiterer Schritt um die Jugendlichen die Pflichten der Erwachsenen zu übernehmen.

Am 24. September 1989 stand für die Gruppe ebenfalls erstmalig die Abnahmeprüfung für den Erwerb der Leistungsspange an. Nach viel Aufregung und einem fast verpatztem Löschangriff konnten

Marc Haase
Tobias Harling
Mireille Könsen
Wiebke Kohl
Martin Skusa und
Michael Skusa

die Leistungsspange auf der Sportanlage in Osterholz Scharmbeck in Empfang nehmen.

Arne Buthmann und Christopher Voigt die zwar ebenfalls alle Leistungen mit der Gruppe erfüllt hatten, erhielten die begehrte Auszeichnung noch nicht, da sie das vorgeschriebene Mindestalter noch nicht erreicht hatten. Diese beiden mußten sich 1990 noch einmal an den Prüfungen teilnehmen.

Beim Kreiszeltlager 1989 in Sottrum konnte die Gruppe das zweite Mannschaftsgroßzelt, das wiederum zu 90% aus eigenen Mitteln sowie einem Zuschuß der Jagdgenossenschaft Stuckenborstel und der Kameradschaftskasse der aktiven Wehr finanziert wurde, zum ersten Mal zum Einsatz. Damit verfügt die JF über ausreichende Kapazitäten für Jungen und Mädchen sowie einen überdachten Aufenthalts- und Gemeinschaftsraum.

Neben vielen anderen guten Platzierungen konnte auch ein zweiter Platz im Wettbewerb "Sauberstes Zelt" verbucht werden.

Im Herbst 1989 wurde Frank Lehmann zum Gemeindejugendfeuerwehrwart ernannt und mußte somit sein Amt als Ortsjugendfeuerwehrwart abgeben.

Die Gruppe wählte Ilka Kortz als Nachfolgerin, die damit nach ihrer offiziellen Ernennung durch den Ortsbrandmeister die erste weibliche Jugendfeuerwehrwartin im Regierungsbezirk Lüneburg wurde.

Zu ihrem Stellvertreter wurde Frank Lehmann ernannt.

Am 12. Oktober 1989 richtete die Jugendfeuerwehr erstmalig im Landkreis Rotenburg ein Volleyballturnier aus, das in der Sottrumer Großturnhalle "Am Bullenworth" stattfand.

Eingeladen waren neben den Jugendwehren der Samtgemeinde Sottrum auch die Gruppen aus Ottersberg, Scheeßel, Sottrum (Hildesheim) und der Partnerwehr Stuhr.

Durch den großen Zuspruch wurde noch am gleichen Tage entschieden, das Turnier im Jahre 1991 auf Kreisebene für alle JF anzubieten.

Im November 1989 wurde Wiebke Kohl, nach der Übernahme in die aktive Wehr ebenfalls zum stellvertretenden Jugendfeuerwehrwart gewählt und vom Ortskommando bestätigt.

Am 03. Januar 1990 nahm die JF Stuckenborstel am Volleyballturnier der JF Ottersberg teil und belegte einen hervorragenden 4.Platz. Mit den gegenseitigen Besuchen wurde damit ein bis heute andauerndes freundschaftliches Verhältnis begründet werden.

Ferner konnte in diesem Jahr aus eigenen Mitteln ein Tageslichtprojektor beschafft werden, der seither gute Dienste bei der Ausbildung leistet und auch von der aktiven Wehr genutzt wird.

Am 29.03. 1990 wurde im Rahmen der Umweltschutzerziehung eine Müllsammelaktion im Bereich "Neubauer Heide" und "Schnepfenbruchsweg" gestartet. Angeregt hatte diese Aktion Siegfried Gässler auf der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Stuckenborstel.

Im Sommer 1990 übernahm Wiebke Kohl die Sportausbildung von Edelfried Czwalinna und ist seit dem in diesem Bereich mit großem Erfolg alleinverantwortlich tätig.

Am 01.07.1990 unterstützten die Jugendlichen ihre Kameraden aus Sottrum, die im Rahmen der Feiern zum 100 Jährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr etliche Aufgaben übernommen hatten.

Am 23. September 1990 konnten

Karin Welker
Arne Buthmann
Christopher Voigt und
Andy Molnar Szipan

mit einer Auswahlgruppe der Jugendfeuerwehren der Samtgemeinde Sottrum die Leistungsspange in Verden Dauelsen erwerben. Diese Gruppe erbrachte an diesem Tage die beste Leistung aller aus dem Landkreis Rotenburg angereisten Gruppen und die zweitbeste Tagesleistung überhaupt.

Da gute Leistungen auch belohnt werden müssen, gönnten sich die Jugendlichen im September noch einen schönen Tag im Heide Park Soltau.

Da auch das Wetter ausnahmsweise mal mitspielte, machten die Wildwasserfahrten, Achterbahn- und Karusseltouren gleich doppelt so viel Spaß.

Zusätzlich konnte in diesem Jahr die Feuerwache 5 und das Feuerlöschboot in Bremer Holzhafen besichtigt werden. Zusammen mit der JF Sottrum, die diese Fahrt federführend organisiert hatte, konnten viele neue Eindrücke gesammelt werden. Bedauert wurde nur, das die Rundfahrt mit dem Feuerlöschboot durch Personalmagel in der Wache entfallen mußte. Da aber die Nachwuchsbrandschützer sehr wohl um die Bedeutung der Mindeststärke einer Wachbesatzung wissen, wurde dies ohne murren hingenommen. Dies fiel um so leichter, da sich die Bremer Brandschutzprofis bei den ersatzweise durchgeführten Brandversuchen mit verschiedensten Mitteln und Pülverchen aus dem gut ausgestatteten Experimentierraum wirklich alle Mühe gaben.

Die Jungen und Mädchen konnte es gar nicht explosiv genug zugehen, so daß auf der Rückfahrt die Lautstärke für normale Unterhaltungen bedingt durch etliche taube Ohren doch erheblich gesteigert werden mußte.

Ebenfalls im September 1990 wurde Michael Skusa nach seiner Übernahme in die aktive Wehr als stellvertretender Jugendfeuerwehrwart gewählt und damit ebenfalls verantwortlich in die Jugendarbeit eingebunden.

Am 13. Oktober 1990 richtete die Jugendfeuerwehr wie bereits 1989 geplant, erstmalig ein Volleyballturnier auf Kreisebene aus, das wiederum in der Sottrumer Großturnhalle "Am Bullenworth" stattfand. Eingeladen waren neben den Jugendwehren des Landkreises Rotenburg auch die Gruppen aus Ottersberg, Scheeßel, Sottrum (Hildesheim) und der Partnerwehr Stuhr.

Am 03.11.1990 stand ein weiterer Punkt im Rahmen der Umweltschutzerziehung auf dem Dienstplan. Mit den Jugendwehren aus Ahausen und Sottrum wurden in der Stuckenborsteler Feldmark auf einer Fläche die der Kamerad Siegfried Gässler zur Verfügung gestellt hatte über 300 Bäume, Büsche und Sträucher als Hecke gepflanzt und anschließend mit einem Zaun vor Wildverbiss geschützt. Trotz des miesen Wetters eine gelungene Aktion, die nicht zuletzt durch die warmen Würstchen von Siegfried Gässler wesentlich aufgewertet wurde.

Beim Nacht-Orientierungsmarsch auf Samtgemeindeebene, den am 17.11.1990 die JF Bötersen bei wirklich schlechtem Wetter ausrichtete, wurde die JF Stuckenborstel von hohen Persönlichkeiten begleitet. Mit dem Samtgemeindebürgermeister Wilhelm Schröder aus Taaken und dem Vorsitzenden des Feuerwehrausschusses Bernhard Hasselhoff aus Ahausen erlebten die Jugendlichen, das man auch im fortgeschrittenen Alter noch lange nicht zum "Alten Eisen" gehören muß. Die beiden "Mittsiebziger" absolvierten die fast 9km lange Strecke mit dem gleichen Elan wie die Schüler, und fanden im Anschluß bei der Siegerehrung in ihren Ansprachen sogar noch lobende Worte für die Jugendlichen ohne auch nur die Spur von Erschöpfung zu zeigen.

Am 03. Februar 1991 stand die zweite Teilnahme am Ottersberger Volleyballturnier an, das erstmalig eine von Wiebke Kohl betreute Mannschaft erlebte.

Nach einem furiosem Auftakt mußte sich die Gruppe nur im Endspiel der Gruppe aus Daverden beugen, die man in der Vorrunde noch beherrscht hatte, nahm aber dennoch einen hochverdienten 2. Platz mit nach Hause.

Ebenfalls im Februar 1991 wurde Arne Buthmann, der bereits seit 1986 die Kasse der Jugendfeuerwehr ausgezeichnet führt, zum Pressewart der Jugendfeuerwehr ernannt und betreute kurze Zeit später zusätzlich die Pressearbeit der aktiven Wehr.

Am 09. Februar 1991 war die Jugendfeuerwehr erstmals auf dem Kameradschaftsabend aktiv. Arne Buthmann, Tobias Harling und Carsten Welker ließen eine alte Tradition der Stuckenborsteler wieder aufleben, und führten einen gelungenen Sketch auf, der mit viel Beifall bedacht wurde. Es ist zu hoffen, daß dies kein Einzelfall bleibt, und auch kommende Festausschüsse aus dem reichhaltigem Reservoir der Jugendfeuerwehr schöpfen, damit die Jugendlichen möglichst fest in die große Gemeinschaft eingebunden werden.

Die Bundeswettkämpfe in diesem Jahr erlebten eine Truppe, die kaum zu stoppen war. Bei den Samtgemeinde Wettkämpfen am 25.05.91 war die Stuckenborsteler Auswahl auch durch das schlechte Wetter nicht vom ersten Platz zu verdrängen. Das wichtigste war jedoch, das man die kleinen Fehler, die immer noch vorhanden waren erkannt hatte, und bis zum kommenden Wochenende abstellen konnte.

Am Sonntag dem 02. Juni 1991 war es dann soweit. Kettenburg hatte zum Kreisjugendfeuerwehrtag eingeladen. Traditionsgemäß ist mit dieser Veranstaltung die Durchführung der Bundeswettkämpfe verbunden, mit denen dann auch pünktlich um 13.00 Uhr begonnen wurde.

Hier wurde dem Stuckenborsteler Optimismus dann auch gleich ein kleiner Dämpfer aufgesetzt, als beim Löschangriff unnötige 28 Fehlerpunkte u.a. durch wirklich sehr pingelige Wettkampfrichter verpaßt wurden.

Jetzt galt es, sich bei den verbleibenden beiden Disziplinen dem Staffellauf und der Hindernisübung um so mehr ins Zeug zu legen.

Die Gruppe wußte sehr wohl, das in dem sehr dichten Leistungsfeld eine Fahrkarte zu den Bezirkswettkämpfen, die nur an die drei Erstplatzierten vergeben wird, gerade noch in Reichweite lag.

Der Staffellauf, der mit dem bis dahin zweitschnellstem Ergebnis absolviert wurde, ließ dann schon ein wenig mehr Hoffnung aufkommen. Die Krönung bildete dann jedoch die Hindernisübung. Hier konnte man, weil es sich um die letzte Disziplin handelte, die letzten Reserven mobilisieren.

Mit wiederum der zweitschnellsten Zeit und der besten Fehlerquote auf dem Wertungsbogen ging es dann an das lange Warten auf die Siegerehrung.

Im Vorlauf kreisten dann selbstverständlich viele Gerüchte und Hochrechnungen, so daß die Spannung wirklich auf dem Höhepunkt angelangt war, als der Kreisjugendfeuerwehrwart bei der Bekanntgabe der 10 Erstplatzierten angekommen war. Mit einer sehr effektvollen Kunstpause vor der Bekanntgabe des 4. Platzes trieb er dann den vier verbliebenen Mannschaften aus Ebersdorf, Bremervörde, Gnarrenburg und Stuckenborstel eine unnatürliche Blässe ins Gesicht.

Um so größer war der Jubel, als der dritte und der zweite Pokal an andere Jugendwehren gingen, und Stuckenborstel nun endlich den großen Pott zusammen mit dem Wanderpokal in Empfang nehmen durfte.

Die Rückfahrt im LF 16 ging dann naturgemäß sehr lebhaft von statten und auch in Stuckenborstel angekommen, saß man noch lange Zeit in gemütlicher Runde vor dem Feuerwehrhaus, um den neuen Pokal so richtig mit O-Saft auszuspülen.

Es folgten nun vier Wochen, die man mit einer intensiven Vorbereitung für die Bezirkswettkämpfe nutzte. Am 30.06.91 starteten die JF Stuckenborstel in Achim. Leider wurde festgestellt, daß Wertungsrichter auf Kreisebene andere Maßstäbe setzen als auf Bezirksebene, so daß unerwartete Fehler einheimst wurden. Mit dem 23. Platz von 35 Gruppen war man deshalb unter diesen Umständen sehr zufrieden.

Ein Höhepunkt in diesem Jahr war die Teilnahme am Landeszeltlager in Wolfshagen. Alle 3 Jahre findet es statt und regelmäßig müssen die teilnehmenden Jugendfeuerwehren ausgelost werden, weil zu viele mitmachen wollen.

Mehr als 2500 Jugendliche können nicht aufgenommen werden. Am Ende umfaßte das Zeltlager incl. Betreuern und Lagerverwaltung 3200 Menschen, 176 Jugendfeuerwehren aus dem In- und Ausland nahmen teil.

Am 06.07.91 war die Abfahrt. Mit der Jugendgruppe aus Sottrum machten sich die JF Stuckenborstel auf die 3-stündige Fahrt in den Harz. Da der Zeltplatz in einem Naturschutzgebiet liegt, durften die Transportfahrzeuge nicht direkt zu den Plätzen fahren, das heißt, sie hielten auf der Straße, das Gepäck wurde abgeladen und die Fahrzeuge fuhren wieder ab. Jetzt mußten die Zelte und das Gepäck noch zum Zeltplatz geschleppt werden. Die Strecke war zwar nicht zu lang, ca. 500 m, aber bergauf und bergab es war es doch eine arge Quälerei.

Dann gab es eine herbe Überraschung:

Man hatte zwar schon vorher gemunkelt, daß die Anzahl der Duschen nicht sehr hoch sei, aber mit nur 6 Duschen für das gesamte Zeltlager (3.200 Teilnehmer !) hatten wir doch nicht gerechnet.

Aber es hat gereicht, vielleicht weil man sich bei dem meist nicht mal lauwarmen Wasser eben noch etwas mehr beeilte.

Der Verkaufsschlager des Zeltlagers waren Luftballons. Durch die ziemlich heißen Tage waren sie als Wasserbomben sehr gefragt.

Am Sonntag nach der Ankunft begann das Wettkampfprogramm.

Jeden Tag stand etwas anderes auf dem Programm: Volleyball, Fußballtennis, lustiger Schwimmwettkampf und O-Marsch waren angesagt. Eine Fahrt nach Wernigerode fand auch statt.

Trotz der vielen Termine kam die Freizeit nicht zu kurz, da die Wettbewerbe höchstens einen halben Tag dauerten. Ein Spieleshop, wo man alle möglichen Spiele ausleihen konnte, verhinderte, das Langeweile aufkam. Der Bastel- und Werkshop wurde wegen des Wetters weniger genutzt.

So verging die Zeit schnell. Am 14.07.91 hieß es dann: Abbauen. Ausgerechnet in der Nacht von Samstag auf Sonntag fing es an heftig zu regnen.

Hier bewährten sich übrigens die Entwürfe für die Mannschaftszelte von Karten Buthmann ein weites Mal. Während an den Stuckenborsteler Zelten, die in einer eigentlich sehr romantischen Hanglage aufgebaut waren, nach und nach die Einzelteile und Inhalte der weiter hangaufwärts gelegenen Zelte vorbeisegelten, hatte man in den Stuckenborsteler Zelten noch nicht einmal feuchte Füße. Das dicke Ende kam jedoch auch hier:

Man kann sich vorstellen, wie angenehm es war, bei Regen und Schlamm die Zelte abzubauen und das Gepäck wieder zur Straße zu tragen. Aber alle sind dann doch irgendwie glücklich wieder in Stuckenborstel angekommen.

Dieses Zeltlager war ein einmaliges Erlebnis.

Im Lagerwettbewerb, der sich aus allen Wettkämpfen berechnet, erreichten die Stuckenborsteler übrigens den 13. Platz.

Am 13.10.91 war das 2. Kreisvolleyballturnier geplant. Es wurde viel Mühe in diesen Tag investiert und durch eine gute Beteiligung belohnt. Erstmals wurden die antretenden Gruppen in 2 Altersklassen aufgeteilt, um die Spiele gerechter zu gestalten. Die ersten aus den Altersgruppen spielten am Ende um den Wanderpokal.

Stuckenborstel belegete in seiner Gruppe den 2. Platz.

Am 8.11.91 errang die JF Stuckenborstel beim Nacht-O-Marsch auf Samtgemeindeebene, ausgerichtet von Sottrum, den 1. Platz.

Etwas für Wasserratten bot sich am 16.02.92. Auf dem Dienstplan stand ein Besuch im Aquadrom in Bremen.

Das jährliche Volleyballturnier der Jugendfeuerwehr Ottersberg fand am 23.02.92 statt. Durch das gezielte Training, daß Wiebke Kohl einmal in der Woche mit den Jugendlichen abhält, konnte Stuckenborstel als Sieger dieses Turniers hervorgehen.

Die wöchentliche Sportstunde machte sich auch beim Kreiskorbballturnier in Scheeßel bemerkbar. Am 14.03.92 wurde es durchgeführt und ein 2. Platz belegt.

Am 5.04.92 traten die Stuckenborsteler beim Kreiskegelturnier in Langenhausen an, für den sie sich am 11.01.92 in Sottrum durch einen 1. Platz auf Gemeindeebene qualifiziert hatten. Sie erreichten den 6. Platz.

Der nächste wichtige Programmpunkt war das Osterfeuer. 1992 konnte keine Strauchwerksammlung durchführen. Trotzdem erhob sich am Ostersamstag ein riesiger Berg von Gestrüpp in der Hasenkuhle. Wer Strauchwerk hatte, konnte es privat dorthin transportieren. Das Osterfeuer in der Hasenkuhle war sehr gut besucht, obwohl das Wetter nicht unbedingt einladend war. Beigetragen hat dazu sicherlich auch die reichliche Verpflegung mit fester und flüssiger Nahrung.

Am 2. + 3.5.92 fand in Sottrum der Frühjahrsmarkt statt. Die Samtgemeinde - Jugendfeuerwehren waren dort mit einem Stand vertreten, was für die JFw Stuckenborstel bedeutete, einen Teil der Standaufsicht zu übernehmen. Sehr beliebt bei den kleinen Marktbesuchern waren die von uns verlosten Freifahrten mit einem Feuerwehrauto.

Feuerwehrtechnisch, mit dem Bundeswettkampf, ging es weiter. Am 20.06.92 trat die JF Stuckenborstel auf Samtgemeindeebene gegen Ahausen, Bötersen und Sottrum an. Dieser Wettkampf fand in Hassendorf statt. Die Hassendorfer hatten eine Jugendfeuerwehr gegründet und dies wurde zum Anlaß genommen, den Wettkampf dort auszuführen. Das Wetter war sehr warm und unter fachkundigen Zuschaueraugen belegte die Jfw Stuckenborstel den 1. Platz.

Jetzt kamen erst einmal die großen Ferien. Am Ende der Ferien, vom

25.07. - 1.08,92, fand in Bremervörde ein Kreiszeltlager statt. Es wurde ein buntes Programm geboten, was Spiel und Sport beinhaltete. Ein Höhepunkt war sicherlich die Tagesfahrt zu den Karl-Mey-Festspielen in Bad Segeberg. Nur die wirklich drückende Hitze hat den Tag etwas verdorben.

Nach den Ferien, am 16.08.92, fuhren Stuckenborstel und Sottrum zu einem Spiel ohne Grenzen nach Baaven (bei Celle). Es wurde auf Bezirksebene ausgerichtet und dementsprechend hoch war auch die Teilnehmerzahl. Die zusammengewürfelte Gruppe belegte den 18. Platz von 42.

Es folgten die Teilnahme am Bundeswettkampf auf Kreisebene in Elsdorf und am Kreis- O - Marsch in Selsingen.

Am 18.10.92 war wieder Volleyball angesagt. Das von der JF Stuckenborstel ausgerichtete Turnier stieß auf reges Interesse. Die Stuckenborsteler Mannschaft zeigte, daß sie das Volleyballspiel seit dem Frühjahr nicht verlernt hatte und siegte in der Gruppe der 14 - 18 jährigen. In der Gruppe der 10-14 jährigen belegte Hesedorf den 1. Platz.

Durch den erstmaligen Einsatz eines von Michael Skusa ausgearbeitetes PC-Programm wurde in diesem Jahr die Auswertung erheblich erleichtert.

Der Nacht-O-Marsch der Samtgemeinde wurde 1992 von Stuckenborstel ausgerichtet. Am 27.11.92 fand er statt. Der ausgesuchte Weg glich durch den tagelangen Regen vorher teilweise einem Schwimmbad. Trotzdem hat die Teilnahme allen Spaß gemacht. Dies auch durch den noch immer sehr wanderlustigen SG BGM Wili Schröder, der die Stuckenborsteler wieder buchstäblich durch "Dick und dünn" begleitete. Da Stuckenborstel zum 3. Mal hintereinander den 1. Platz belegte, blieb der Wanderpokal ab jetzt in ihrem Pokalschrank stehen.

 

Stuckenborstel im Februar 1993

Ilka Kortz, Wiebke Kohl, Michael Skusa, Frank Lehmann

Jugendwarte der Freiwilligen Feuerwehr Stuckenborstel

 

            Jugendwarte                                                               S t e l l v e r t r e t e r / B e t r e u e r

 

            1976 -  1983     Karsten Buthmann                            Lüder Könsen

                                                                                                Klaus Brüns

                                                                                                Hans Herrmann Schloo

            1983 – 1984     Hans Herrmann Schloo

            1986 – 1987     Michael Schulze                                Frank Lehmann

            1987 – 1990     Frank Lehmann                                 Ilka Kortz

                                                                                                Michael Skusa

                                                                                                Wiebke Kohl

            1990 – 1997     Ilka Kortz                                           Frank Lehmann

                                                                                                Michael Skusa

                                                                                                Wiebke Kohl

                                                                                                Tobias Harling

            1998 –            Tobias Harling                                      Michael Skusa

                                                                                                Wiebke Kück

                                                                           2004             Jens Schlüter